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Was ist eine Digitale Stadtmarke?

Der von uns geprägte Begriff der Digitalen Stadtmarke führt die Einzelbegriffe „digital“, „Stadt“ und „Marke“, aber auch Begriffspaare wie „Digitale Stadt“, „Digitale Marke“ und „Stadtmarke zusammen. Die Domain-Endung .berlin ist so eine digitale Marke der Stadt.

Die Digitale Stadtmarke ist die Erweiterung der vormals analogen Stadtmarke um Attribute, die durch digitale Produkte und Dienstleistungen geschaffen werden. Die Digitale Stadtmarke definiert Urbanität neu und steht bei Einwohnern, Besuchern, Arbeitnehmern, Investoren u. a. für gehobene Lebensqualität, Bürgernähe, Effizienz, Umweltfreundlichkeit sowie Standortattraktivität.

Die Digitale Stadtmarke basiert darauf, dass wichtige Infrastrukturen in den Bereichen Mobilität, Energie, Gesundheit und Bildung mit neuesten digitalen Technologien ausgestattet sind und dem Markenversprechen, dass das Leben in der Stadt durch die Digitalisierung erleichtert und bequemer wird. Typische Beispiele hierfür sind, dass Behördengänge vollständig online erledigt werden können, Arzttermine von zu Hause aus über Tele-Monitoring stattfinden, bestellte Waren noch am selben Tag geliefert werden und digitale Bildungsangebote der Stadt.

Die Digitale Stadtmarke
Wortwolke zum Begriff Digitale Stadtmarke und Standortmarke

Eine eigenen Internet-Endung kann ein besonderes Differenzierungskriterium der Digitalen Stadtmarke sein. Sie verbindet die digitalen Angebote aus der Stadt intuitiv mit der Stadtmarke, über Internetadressen wie www.anmelden.koeln, www.musicals.berlin oder www.polizei.hamburg. In London bietet die Stadtmarketingorganisation London & Partner seit dem Jahr 2014 Internet-Adressen unter der eigenen Endung .london an und hat in diesem Zug die digitale Stadtmarke .london dem Stadtlogo von London angeglichen:

 

 

 

Andere digitale Ausprägungen der Stadtmarke sind Profilnamen wie twitter.com/hannover oder ein Hashtag #frankfurt:

Um ihrer Digitalität auch einen optischen Ausdruck zur verleihen, wirbt das Frankfurter Stadtmarketing mit noch nicht, aber vielleicht bald existierenden Internet-Adressen. Der Punkt zwischen den Worten symolisiert eine moderne Kommunikation, wie sie Berlin, Hamburg und Köln in Deutschland bereits haben:

frankfurt top level domain dot punkt internetadresse

Für die Markenführung und das Standortmarketing bringt die Digitalisierung der Stadt neue Herausforderungen mit sich. Für die Verantwortlichen geht es darum, die Vielschichtigkeit des Digitalen in das Konzept des urbanen Raumes zu integrieren. Die Digitalisierung wirft die Frage auf, wie die Grundthemen Marke, Stadt und Digitalisierung in der neuen, jetzt digital erweiterten Stadtmarke zusammenzuführen sind.

www.staedte.digital

www.stadtmarke.digital

E-Government hoffnungslos in Deutschland?

Nur 16% der Deutschen glauben, dass die öffentliche Verwaltung den Willen und die Fähigkeit besitzt, Online-Verwaltungdienstleistungen zu entwickeln. Dies Bild förderte die aktuelle Studie „Digital Government Barometer“ der Unternehmensberatung Sopra-Steria zur digitalen Transformation des öffentlichen Sektors in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Norwegen zu Tage.

Sopra Steria Consulting nahm mit der Studie auch das Ziel der Bundesregierung, mit der Digitalen Agenda ein bürgerfreundliches, digitales Deutschland zu schaffen, in dem Bürgerinnen und Bürger sämtliche Verwaltungsvorgänge digital erledigen können, unter die Lupe. Dabei wurde, wie in den Vorjahren, der Digitalisierungsfortschritt in vier Ländern aus Sicht der Bürger abgefragt. Heraus kam, dass die Bevölkerung in Deutschland ungeduldiger und kritischer, was den digitalen Fortschritt bei Online-Diensten in Bund, Ländern und Kommunen angeht. Jeder zweite Bürger schätzt die digitale Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung als fortschrittlich ein – wahrgenommen wird also, dass sich etwas tut in deutschen Amtsstuben.

Anders sieht es bei der Frage aus, ob die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung ausreichend vorankommt: In Norwegen sind 75 Prozent der Bürger der Ansicht, in Frankreich  66 Prozent, in Großbritannien 64 Prozent und in Deutschland sind nur 42 Prozent dieser Meinung.

Etwas mehr als jeder zweite Bundesbürger (56%) nimmt aber wahr, dass Verwaltungen ihnen heute mehr Onlinedienste anbieten als noch vor einigen Jahren. In den anderen untersuchten Ländern Frankreich, Großbritannien und Norwegen sind es dagegen jeweils mehr als 80%. Im Vergleich sehen die Deutschen den Prozess der Digitalisierung des E-Government und den smarten Städten und Regionen in ihrem Land besonders kritisch.

Für viele Deutsche darf es aber gerne deutlich schneller digital zugehen bei den Bürgerdiensten. Die Studienergebnisse zeigen auch, dass ein deutlicher Wunsch nach mehr Online-Verwaltungsdienstleistungen besteht: 85 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger würden sogar eine volldigitalisiere Verwaltung unterstützen.

Quelle: https://www.soprasteria.de/docs/librariesprovider33/infografiken/infografik-digital-government-barometer.pdf?sfvrsn=9

Alle Infographiken zur Studie finden Sie hier

Smart Cities IT-Infrastruktur Interview

Es wird eng: Laut einer Studie der Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 voraussichtlich knapp zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben – fast 70 Prozent davon in Groß- und Megastädten. Um daraus resultierenden Herausforderungen wie beengten Wohnverhältnissen, Verkehrsinfarkten, Engpässen bei der Wasser-, Strom- und Nahrungsversorgung oder Umweltverschmutzung entgegenzuwirken, braucht es insbesondere zukunftsfähige digitale Lösungen. Dirk Krischenowski, Experte für digitale Kommunikationsinfrastrukturen im öffentlichen Sektor, erklärt, warum robuste IT-Infrastrukturen in den Konzepten der sogenannten „Smart Cities“ nicht fehlen dürfen.

Smart City Anwendungsbereiche

 „Smart Cities erhöhen die Lebensqualität der Bürger nachhaltig.“

 

Herr Krischenowski, Sie sind Berliner. Wie stellen Sie sich ihre Stadt als vollwertige Smart City vor?

Zunächst einmal gibt es in Berlin ja schon durchaus Ansätze, die Bestandteil einer Smart City sind. Vor ein paar Wochen zum Beispiel ging eine Meldung durch die Medien, dass die Berliner Verkehrsbetriebe ab dem Frühjahr 2018 auf dem Gelände der Charité die ersten Elektro-Busse testen, die keinen Fahrer mehr benötigen, also völlig autonom unterwegs sind. Das finde ich ziemlich spannend. In einer Smart City ginge dieses Konzept aber noch weiter: Nicht nur die Busse wären fahrerlos, es bräuchte auch niemand mehr ein eigenes Auto, weil man stattdessen per App Robotertaxis – selbstständig fahrende Fahrzeuge also – bestellen könnte, die einen von A nach B bringen. Diese Fahrzeuge wären in der Lage, selbstständig Verkehrsinformationen untereinander auszutauschen und ihre Route je nach Verkehrslage eigenständig zu optimieren. Das Risiko eines Verkehrsinfarktes wäre dadurch viel geringer.  Weil die Elektrotaxis außerdem mit einem Elektromotor betrieben werden würden, würde auch die Umweltbelastung reduziert werden.

Die Mobilität ist allerdings nur ein Teil, der das Konzept Smart City ausmacht. Ganz allgemein gesprochen hebt sich eine smarte Stadt von anderen Städten dadurch ab, dass sie in ihrer Entwicklung auf aktuelle technische Innovationen setzt, um effizienter, nachhaltiger und für ihre Bürger gesünder zu sein. Dazu gehören neben der Mobilität auch die Bereiche Energie, Stadtplanung, Verwaltung und Kommunikation, die so miteinander verknüpft werden, dass die Lebensqualität für die Bewohner der Stadt spürbar steigt. Diese Smart City basiert auf einer robusten und ausfallsicheren Infrastruktur, besonders bei der Stromversorgung und der IT-Infrastruktur, zu der nicht nur redundante breitbandige Glasfaserleitungen gehören, sondern auch IP-Adressen und Internetadressen.

Wie gut aufgestellt ist Deutschland, was das Konzept der Smart City betrifft?

Ich würde durchaus sagen, dass vor allem in der Breite Nachholbedarf besteht, vor allem in mittelgroßen Städten ab 50.000 Einwohnern. Unsere Metropolen wie eben Berlin, aber auch Hamburg oder Köln, sind da schon experimentierfreudiger und teilweise auch erheblich weiter.

Und wie weit sind andere Länder?

Das Thema Digitalisierung hat sich in Europa höchst unterschiedlich entwickelt. Oftmals kann man es gar nicht am Land selbst festmachen, es sind einzelne Städte, die sich mit besonderen Projekten hervortun. Ein schönes Beispiel dafür ist Darmstadt, das einen von BITKOM ausgerufenen Wettbewerb für sich entschieden hat und jetzt als erste deutsche Stadt den Titel „Digitale Stadt“ tragen darf.

In Europa sind Barcelona, Wien und Kopenhagen beim Thema Smart City schon recht weit. Nur gilt das eben für die einzelnen Städte und nicht für alle Städte in den entsprechenden Ländern. Eine Ausnahme bildet hier Skandinavien, das auch beim digitalen Bezahlen absoluter Vorreiter ist. Bargeld wird hier kaum noch benötigt, selbst die Kollekte in der Kirche werden über die Kreditkarte abgebucht. So etwas ist in Deutschland noch undenkbar.

Im Bereich des DNS, also Domain-Namen-Infrastruktur, ist Deutschland weltweiter Vorreiter. So gibt es in keinem Land mehr lokale Internet-Endungen als bei uns, von den Stadt-Endungen .berlin, .cologne, .hamburg und .koeln über die regionale .ruhr bis hin zu den Bundesland-Endungen .bayern, .nrw und .saarland.

Eine Smart City soll großstadttypische Probleme wie massives Verkehrsaufkommen oder eine belastete Umwelt besser bewältigen können. Ist das Konzept der smarten Stadt für kleinere Kommunen, die vor weniger große Herausforderungen gestellt werden, damit unbrauchbar?

Es stimmt, dass einwohnerärmeren Gemeinden und Dörfern schon aus Prestigegründen von Politik und Wirtschaft weniger Beachtung geschenkt wird. Unbrauchbar ist das Konzept der Smart City deshalb aber für sie noch lange nicht – und vergessen, wie es zum Beispiel beim Breitbandausbau passiert ist, werden sie auch nicht. Da kleine Kommunen zumeist einem Ballungs- oder Metropolraum zugeschrieben werden, werden ihre Interessen im Rahmen der Diskussion um smarte Regionen aufgegriffen und berücksichtigt. Oftmals sind das lokale Initiativen und Zusammenschlüsse, mit denen sich Gemeinden und Dörfer intelligent und digital mit Städten und Metropolen vernetzen. Ein Beispiel hierfür ist die Internet-Endung .ruhr, die die Großstädte des Ruhrgebiets und alle Gemeinden in eine gemeinsame Internet-Kommunikationsinfrastruktur einbezieht. Hierbei geht es auch um kommunikative Aspekte: Während viele Smart City Aktivitäten weitgehend unsichtbar sind, sehen Bürger die neuen, intuitiven Internetadressen mit dem Namen ihrer Stadt oder Region jeden Tag und haben das Gefühl, dass sich tatsächlich etwas Positives tut bei der Digitalisierung.

Was sind die wichtigsten Voraussetzungen, damit wir in Deutschland wirklich digital und smart werden können?

Die wichtigste Voraussetzung, damit alle Aspekte einer Stadt digital miteinander vernetzt werden können, sind Bürger, die damit auch umgehen können, also digital souverän sind. Von der Politik wird das aber leider immer noch  ausgeblendet. Dabei wird es ohne digital versierte Lehrer und Eltern für die nachwachsende Generation schwer, denn woher soll sie ihr Wissen bekommen? Auch die aktuell größte Bevölkerungsgruppe, die ins Alter kommende Babyboomer-Generation, ist digital längst nicht so bewandert, wie es im Rahmen einer Smart City nötig wäre.

Um die digitale Vernetzung nachhaltig in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern, ist es aus meiner Sicht auch wichtig, dass überall der Name der Stadt, Kommune oder Region dran- oder draufsteht. Ein eigener Adressraum, wie er nur durch eine gleichnamige Internet-Endung dargestellt werden kann, hilft ungemein, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu schaffen. Um konkret zu werden: Eine Internetadresse wie www.bürgerkonto.kiel ist viel intuitiver und schafft daher ungleich mehr Akzeptanz als www.bürgerkonto-kiel.info. Das haben Studien, wie z. B. vom Verband der Internetwirtschaft (eco e.V.) bereits gezeigt.

Genauso wichtig ist aber auch eine sichere und stabile digitale Kommunikationsinfrastruktur und eine digitalisierte Verwaltung, die sich als moderner Dienstleister für die Bürger versteht. Daneben muss es aber auch ein technologie- und experimentierfreundliches Klima geben, denn Fehler sind nun einmal unvermeidlich.

Die Umsetzung einer Smart City ist ein Mammutprojekt. Wer soll die Kosten für die notwendigen Digitalisierungsmaßnahmen tragen?

Bislang tragen Städte und Kommunen einen Großteil der Kosten selbst. Zahlreiche Fördermöglichkeiten gibt es zwar heute schon, sie sind im Kontext der Bedeutung von smarten Städten für unsere Zukunft aber insgesamt zu wenig und auch nicht flexibel genug. Hier würde ich mir wünschen, dass EU, Bund und Länder mutiger sind und sich zu mehr als Lippenbekenntnissen durchringen können. Wir stellen immer wieder fest, dass Städte lieber große Unternehmen beauftragen, statt auch einmal innovative Startups mit einzubeziehen. Da helfen dann auch kaum Wettbewerbe, bei denen versucht wird, Städten Anreize bei der Finanzierung von Digitalisierungsprojekten zu geben.

Sie erwähnten ja bereits Darmstadt als Träger des Titels „Digitale Stadt“ – hat Darmstadt diese Auszeichnung zu Recht bekommen?

Wir haben uns die Präsentationen der Darmstädter angesehen und sehen hier auf jeden Fall Potenzial für eine digitale Vorzeigestadt der Zukunft. Im Bitkom-Wettbewerb „Digitale Stadt“ hat Darmstadt nicht ohne Grund gewonnen. Besonders gefallen hat uns der integrierte Ansatz der digitalen Infrastruktur, die ein Muss für jede digitale Stadt ist.

Ist es ein Problem, dass derzeit jede Stadt an eigenen Lösungen arbeitet?

Definitiv nein, das ist kein Problem. Stellen Sie sich Smart Cities einfach als eine Art großes Labor vor: Je mehr mit Software- und anderen innovativen Lösungen experimentiert wird, desto besser. Nur so können sich die besten Lösungen herausschälen und dann von anderen Städten übernommen werden. Für Startups sind Smart Cities eine große Geschäftschance und wir hoffen, dass die Städte das auch erkennen und fördern.

Bei der physischen Infrastruktur ist es besser, größer zu denken, denn in der überschaubaren Zukunft werden wir sie – so wie die Städte zurzeit anhaltend wachsen – auf jeden Fall benötigen. Zudem hat jede Stadt natürlich ihre eigenen Besonderheiten und Charakteristika, sodass es auch immer hoch-individuelle digitale Lösungen geben wird.

Eine vollwertige Smart City kann großstadttypische Probleme reduzieren. Gibt es weitere Vorteile?

Ja, das Konzept verfolgt klare Ziele und hat für die Entwicklung einer Stadt viele positive Nebeneffekte. So wird dann nicht nur die Lebensqualität für die Bewohner erhöht, es werden auch mehr Touristen als Besucher gewonnen. Außerdem stärkt ein gut umgesetztes Konzept eine Stadt auch als Wirtschaftsstandort, weil sie dadurch auch für Arbeitskräfte und Investoren attraktiv wird. Hierfür ist eine leistungsstarke digitale Infrastruktur nötig – dazu gehört beispielsweise eine Breitbandanbindung, aber auch eine eigene Internet-Endung für die Stadt, unter der sich digitale Angebote sammeln und intuitiv zugänglich sind.

Was wären die Folgen, wenn Deutschland, die Bundesländer, Städte und Kommunen die Digitalisierung zu zögerlich angehen?

Deutschland kann es sich schlichtweg nicht leisten, den digitalen Wandel zu verschlafen. Wir stellen heute schon die Weichen für die Zukunft, ob wir wollen oder nicht. Und wir entscheiden auch, ob die nächsten Generationen weiter im gewohnten Wohlstand leben können.

Deutschland ist zwar heute noch eine große Exportnation – allerdings nur bei nicht-digitalen Gütern wie Autos oder Maschinen. In der rasant zunehmend digitalen Welt von Morgen wird es daran aber immer weniger Bedarf geben. So exportieren andere Nationen bereits ein Drittel Ihrer Güter als digitale Güter.

Und noch einmal: Der Bürger muss als Mensch, Konsument, Wähler usw. im Mittelpunkt der digitalen Transformation stehen, besonders natürlich in den smarten Städten. Denn die smarten Städte stehen dabei im weltweiten Wettbewerb um Investitionen, Talente und auch Bürger.

Digitalisierung von Städten

digitale stadt stadt-endung

Mit einem neuen Vorschlag für die Digitalisierung von Städten, Bundesländern und Regionen verbinden der bundesweit größte IT-Verband bitkom und der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine Reihe von Handlungsvorschlägen und die Forderung, dass die Bundesregierung dafür jährlich mindestens 500 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen soll. Im Rahmen dieser Maßnahmen kann auch die Schaffung digitaler Kommunikationsinfrastrukturen, wie sie Domain-Endungen (Top-Level-Domains) darstellen, gesehen werden, da diese eine unverzichtbare Basis bei der Digitalisierung von Bürgerdiensten und im E-Government darstellen (www.bitkom.org)

 

Innovative Verwaltung mit eigenen Adressen

Das Fachmedium für modernes Verwaltungsmanagement, die Zeitschrift Innovative Verwaltung, hat einen Artikel zur Verwendung der geographischen Domain-Endungen (Top-Level-Domains) in der Verwaltung der Smart City veröffentlicht.

Das Magazin schreibt:

„Seit einiger Zeit können Regionen, Länder und Städte neben der Internetendung „.de“ eine sogenannte Geo-Endung nutzen. Doch viele Verwaltungen reagieren noch zurückhaltend.Eine Website mit deutschem Betreiber endete bisher meist auf der Länderendung „de“, „com“ oder auch „net“. Die Auswahlmöglichkeiten waren lange Zeit begrenzt. Mit der aktuellen Domainreform soll das nun anders werden. Hunderte neuer Netz-Endungen wurden mittlerweile freigeschaltet, darunter auch  solche für Städte und Regionen. Die jeweiligen Verwaltungen waren in den Vergabeprozess stets mit eingebunden.

Endungen für Stadt und Regionen

Seit mehr als drei Jahren führt die globale Internetverwaltung Icann (Internet Corporation für Assigned Names and Numbers)sukzessive alternative Endungen ein. Diese neuen Top Level Domains, wie sie in der Tech-Sprache heißen, beziehen sich wie .berlin und .bayern auf Städte und Regionen, wie .auto und .reisen auf Branchen oder drehen sich wie .edeka und .Volkswagen um Marken. Für eine Gebühr von 185.000 US-Dollar konnte sich im Frühjahr 2012 jeder bei der Icann um eine frei gewählte  Internetendung bewerben. Seit Ende 2013 werden die Top Level Domains freigeschaltet. Etwa 1.200 sind bis heute online, weitere 200 sollen in den nächsten Monaten noch hinzukommen.“

Mehr können Sie hier lesen.

Städte sind zuerst digital

Smarte Cities To-Level-Domains

Die Zukunft gehört den Städten. Genauer gesagt, die Zukunft gehört denjenigen smarten und digitalen Städten, die die klügsten und besten Köpfe anziehen und sie zur Entwicklung und Umsetzung fortschrittlicher Ideen ermutigen. Heute konkurrieren Städte national und international um Unternehmen und qualifizierte Arbeitskräfte, aber auch um Besucher. Als Teil einer zunehmend globalisierten und damit mobilen Gesellschaft sind diesen Postkartenansichten und Denkmäler einer Stadt jedoch weniger wichtig als das Lebensgefühl, das der bereiste Ort ausstrahlt.

Das spezifische Lokalkolorit ist es, das den Reisenden dazu veranlasst, zu verweilen und Zeit, Geld und emotionale Energie in das Kennenlernen des Ortes zu investieren. Dazu gehören auch eine stadteigene Domain-Endung mit uniquen Internetadressen, die Orte, Events, Kreatives und Besucherinformationen intuitiv und öffentlich sichtbar kennzeichnen. Beispiele in Berlin sind

Seit jeher ziehen Städte Menschen an. Ob ihre Besucher Ferien machen wollen oder studieren, arbeiten, ein Startup oder eine multinationale Firma gründen – ein geschicktes Stadt- und Standortmarketing kann Bedingungen schaffen, die es ihnen allen leicht macht, sich in der Stadt wohlzufühlen. Gelungenes Standortmarketing verschafft einer Stadt eine, auch digitale Identität, die authentisch ist, von allen ihren Stakeholdern verstanden wird und sich von der Konkurrenz abhebt. Dabei ist es wichtig, auch diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die das Bild einer Stadt maßgeblich beeinflussen: die Unternehmen und Bewohner. Städte sollten anderen das Sprechen überlassen und selbst qualitativ hochwertige Inhalte schaffen, die den Bedürfnissen ihrer umfassenden Ziele in der Stadtentwicklung entsprechen. Wenn ihnen dies gelingt, ziehen sie kreative und kompetente Menschen an, die ihre Stadt weiter vorantreiben, auch im Digitalen.

Städte, die in der Weltrangliste ganz oben stehen, tragen übrigens einen großen Anteil dazu bei, ihren qualifizierten Talenten hohe Lebensqualität zu sichern. Die „Liste der lebenswertesten Städte 2016“ des internationalen Magazins Monocle stellt dies nuanciert dar: Von entscheidender Bedeutung für das städtische Leben sind eine internationale Vernetzung sowie ein aktives Nachtleben (The Place Brand Observer / Monocle, 2016).

 

 

Ohne Internetadressen kein E-Government

Netzwerk Smart City Berlin

Wir sind der Meinung, dass die Planung und Umsetzung von E-Government-Diensten und Smart-City-Lösungen allzu oft lediglich auf die für den privaten, gewerblichen oder behördlichen Nutzer sichtbaren Anwedungsoberflächen (z. B. die Anwendung eines Gewerbes über das Internet) und Endgeräte (z. B. das autonome Fahrzeug) abzielt. Politisch lässt sich das gut verkaufen, ist aber letztlich nur ein Teil der Stadt von morgen.

Weniger „spannend“, dafür aber umso wichtiger, sind die Themen Konnektivität und Kommunikationsinfrastruktur. Dazu gehören sichere und schnelle Netzwerkverbindungen ebenso wie IP- und Internetadressen als integraler Bestandteil der Infrastruktur von Städten. Servicebeispiele sind etwa das öffentliche WLAN, Glasfaserleitungen und Nameservever, aber auch der Schutz dieser Infrastrukturen vor physischen Angriffen (ob nun durch Bagger oder Terroristen) und Cyberangriffen.

Diese Infrastrukturen werden zumeist von privaten Netzbetreibern, Telekommunikationsanbietern und IT-Unternehmen unterhalten. An dieser Stelle hervorheben möchten wir die Verwalter von Top-Level-Domains, wie die DENIC e.G. (.de) und die dotBERLIN GmbH & Co. KG (.berlin), die für den reibungslosen Betrieb ihrer Domain-Endungen sorgen.

Im Krisenfall

Ausfälle der Kommunikationsinfrastrukturen ganzer Städte hat es in der Vergangenheit zur Genüge gegeben. Gründe dafür waren technisches oder menschliches Versagen sowie Angriffe von außen.

Gezeigt hat sich dabei, dass es ebenso fahrlässig ist, sich auf eine einzige Internetadresse (etwa www.hannover.de) zu verlassen, unter der dann sämtliche Webseiten und andere Dienste laufen sollen, wie nur eine einzige Internetverbindung für ein zentrales Verwaltungsgebäude zu besitzen.

Während Verwaltungen ihre physikalische Anbindung an das Internet über Kupfer-, Koaxial- und Glasfaserkabel und LTE noch im Blick haben, wird der nächsten Infrastruktur-Ebene meist wenig Aufmerksamkeit zuteil: dem Domain-Namen-System (DNS) nämlich, und damit den Top-Level-Domains und Domain-Namen.

Dies mag an eingefahrenen Strukturen liegen, oder daran, dass es bislang erst seit kurzem und dazu noch wenige Stadt- bzw. Bundesland-Endungen in Deutschland gibt. Im Saarland allerdings, in Köln und Nordrhein-Westfahlen haben die jeweiligen Regierungen schon begriffen, dass Domain-Endungen einen zentralen Bestandteil der Kommunikationsinfrastruktur darstellen.

Gegenüber einer einzigen, zentralen Internetadresse, wie etwa stuttgart.de oder hessen.de, bietet ein ganzer Namensraum unter .stuttgart und .hessen bisher nicht dagewesene und zudem widerstandsfähigere Möglichkeiten der Adressierung von Bürgerdiensten und anderen Lösungen in einer Smart City.

Während sich Informationen zur Umweltzone in Hannover aktuell unter der wenig nutzerfreundlichen Adresse www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Umweltinformation/Luft,-L%C3%A4rm-und-Strahlung/Umweltzone befinden, könnte die zukünftige Adressierung mit www.umweltzone.hannover sehr viel intuitiver, suchmaschinenfreundlicher und sicherer gestaltet werden. Dasselbe Prinzip gilt für die vielen anderen Themen einer Stadt oder eines Bundeslandes – von Wirtschaftsthemen über kulturelle Angebote bis hin zu Flüchtlingsfragen.

Im Krisenfall wäre mit einem Ausfall von www.steuern.hannover nur eine Webseite betroffen, nicht aber die gesamte Webseite der Stadtverwaltung. Vergleichen kann man dieses Vorgehen mit der Dezentralisierung von Stromerzeugern, Stromnetzen und Verteilern, die zum Ziel hat, die Stromversorgung resilienter gegenüber Naturkatastrophen, Sabotage und anderen Gefahren zu machen.

Zuletzt sei angemerkt, dass es sich bei den Domain-Endungen um die weltweit stabilsten und sichersten Infrastrukturen überhaupt handelt. Top-Level-Domains wie .de, .at oder .com gibt es seit rund 30 Jahren; sie sind so selbstverständlich geworden wie Wasser, Strom, Gas und Internet, aber mit dem großen Vorteil, dass sie in diesem langen Zeitraum praktisch nicht ausgefallen sind.

Gutes E-Government sollte daher auch auf einer eigenen Internet-Infrastruktur in Form einer Domain-Endung basieren.

Die Digitalisierung der kommunalen Bürger-Services

Menschen nutzen die Smart City Anwendungen

Für die digitale und smarte Stadt bietet sich eine IT-Plattform mit der entsprechenden Domain-Endung (auch Top-Level-Domain genannt) an. Eine digitale Kommunikations- und Verwaltungsplattform auf Basis einer Stadt-Domain-Endung ermöglicht Bürgern und Unternehmen einen unkomplizierten Austausch untereinander sowie mit der kommunalen Verwaltung und vernetzt sie über einen lokal angepassten digitalen Marktplatz. In Deutschland sind Berlin, Hamburg und Köln Vorreiter dieser Entwicklung.

Die immer weiter zunehmende Digitalisierung von Privatleben und Geschäftswelt erfordert einen effizienten, nutzerfreundlichen und transparenten Bürgerservice. Auch die Kommunikation auf behördlicher Ebene nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Auf diese Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen müssen Kommunen reagieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Stadt Verwaltung Digital
Word Cloud für das Thema Verwaltung Digital in der Smart City.

Um die Kommunikation in Städten, kommunalen Regionen und auch Bundesländern digital zu vereinfachen, besteht mit einer kommunalen Domain-Endung die Möglichkeit, einzelne Abläufe auf einer zentralen Plattform zusammenzuführen und so auch eine Bürger-Nutzer-Community aufzubauen. Unternehmen wie die Berliner DOTZON GmbH entwickeln auf der Basis einer Domain-Endung Konzepte für Informations-, Kommunikations- und Handelsplattformen für kommunale Bürgerdienstleistungen und Produkte.

Aufbau der IT-Struktur der Stadtverwaltung mit einer Domain-Endung

Eine kommunale Kommunikationsplattform auf Basis einer Domain-Endung kann quasi als Plug-and-Play-Lösung zunächst in die bestehenden IT-Infrastrukturen der Stadtverwaltung integriert werden, sie später aber auch ersetzen. Die Plattform kann sich dabei aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen – u. a. E-Mail-Adressen, Bürger-IDs oder eine Einkaufsplattform.

Die Kommunikationsplattform sorgt für den digitalen und direkten Austausch der Bürger untereinander sowie mit lokalen Unternehmen und Organisationen. Sie ermöglicht außerdem die digitale Interaktion der Bürger mit ihrer Behörde durch ein Webportal. So können Anfragen, Anträge oder andere Anliegen, wie etwa Meldungen zu Schäden im städtischen Raum, direkt und ohne Wartezeiten übermittelt werden. Zudem werden Informationsflüsse innerhalb der Verwaltung automatisch erfasst, kategorisiert und weiterbearbeitet.

„In Köln, Nordrhein-Westfalen und im Saarland wurden bereits wertvolle Erfahrungen bei der Umsetzung digitaler Bürgerservices gesammelt, in Berlin und Hamburg auch im Standortmarketing“, erklärt Dirk Krischenowski, Geschäftsführer von dotBERLIN. „Als Vorreiter und Ideengeber wollen wir das Konzept der kommunalen Domain-Endung in Städten, Kommunen und Bundesländern weiterentwicklen.“

Krischenowski ergänzt: „Wir sind sicher, dass sich zahlreiche Kommunen für die Idee der digitalen Stadt bzw. Region auf Basis einer Domain-Endung begeistern und freuen uns darauf, Deutschland dabei zu helfen, damit ein Stück weiter digital zu werden.“

Diese Seite ist auch unter www.verwaltung.digital zu erreichen.

Ausgewählte Links

http://www.verwaltung-der-zukunft.org/digitale-verwaltung (Rubrik auf der Webseite Verwaltung der Zukunft)

https://www.verwaltung-innovativ.de/DE/Regierungsprogramm/aktuelles_regierungsprogramm/18_legislaturperiode_node.html (Webseite der Bundesregierung zum Regierungsprogramm „Digitale Verwaltung 2020)

https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Smart_Country/DigiTransVerw_2017_final.pdf (Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Digitale Verwaltung)

https://www.bitkom.org/Bitkom/Organisation/Gremien/Digitale-Verwaltung.html (Webseite des Arbeitskreises „Digitale Verwaltung“ beim Branchenverband bitkom)

https://www.hiig.de/project/die-digitale-offentliche-verwaltung (Webseite der Berliner Humboldt Universität zum Thema „Die digitale öffentliche Verwaltung“)

Was sind geoTLDs, brandTLDs, gTLDs usw.?

Selbst für Experten ist es oft nicht einfach, das Namens-Wirrwarr der vielen Domain-Endungen (auch Internet-Endungen oder Top-Level-Domains genannt) zu durchblicken. Wir haben daher eine Übersicht erstellt, die die Systematik erklärt.

Grundsätzlich unterscheidet die Internet-Verwaltungsorganisation ICANN zwei Arten von Domain-Endungen:

  • Länder-Top-Level-Domains (engl. country code top-level domains, kurz ccTLDs, Einzahl ccTLD) wie .de, .fr, .us oder .tv. ccTLDs sind immer nur zwei Buchstaben lang.
  • Allgemeine bzw. generische Top-Level-Domains (engl. generic top-level domains, kurz gTLDs, Einzahl gTLD) wie .com, .net, .london oder .google. gTLDs können zwischen 3 und 63 Zeichen lang sein.

Neben diesen beiden festen Arten haben sich eine ganze Reihe von Abkürzungen und Bezeichnungen für die Vielzahl allgemeiner Domain-Endungen etabliert:

legacyTLDs – Damit werden alle (alten) gTLDs bezeichnet, die es schon vor dem Jahr 2012 gab. Im Einzelnen sind dies: .com, .net, .org, .arpa, .int, .mil, .gov, .edu, .info, .biz, .museum, .aero, .coop, .name, .pro, .asia, .cat, .jobs, .mobi, .tel, .travel und .xxx.

nTLDs – Abkürzung für „new gTLDs“, also neue Top-Level-Domains, die ab dem Jahr 2013 zugelassen wurden.

geoTLDs – Damit werden allgemein alle geographischen Top-Level-Domains, die den Namen oder die Abkürzung einer Stadt, einer Region oder eines Bundeslandes tragen, bezeichnet. Beispiele dafür sind etwa .berlin, .ruhr oder .bayern.

cityTLDs – Englische Bezeichnung für Stadt-Endungen wie .hamburg oder .nyc. cityTLDs sind eine Untergruppe der geoTLDs.

regioTLDs – Bezeichnung für regionale Endungen (auch Bundesländer oder Kantone) wie .wales oder .nrw. regioTLDs sind ebenfalls eine Untergruppe der geoTLDs.

language & culture TLDs – Die auch als lcTLDs abgekürzten Endungen umfassen u. a. .gal (für Galizien), .cat (für Katalonien) und .scot (für Schottland) und bilden den jeweiligen Sprachraum und Kulturkreis ab. lcTLDs sind ebenfalls eine Untergruppe der geoTLDs.

communityTLDs – Breite Kategorie von Top-Level-Domains, bei denen ein allgemeiner (generischer) Begriff von Verbänden und anderen dazugehörigen Organisationen unterstützt wird. Unter community TLDs fallen beispielsweise .travel, .museum oder .berlin.

brandTLDs – Englische Bezeichnung für „Marken-TLD“; sie bezeichnet Endungen für Marken und Unternehmensnamen wie .volkswagen, .lidl und .cartier. Insgesamt gibt es über 500 Marken-Top-Level-Domains.

IDN TLDs – Domain-Endungen in anderen Sprachskripten als unserem gewohnten lateinischen Skript. Hierunter fallen beispielsweise Endungen in kyrillischer, chinesischer, arabischer und einer Reihe anderer Sprachen. Beispiele sind .手表, .ДЕТИ oder .ЕЮ (.eu). IDN TLDs können aus jeder Kategorie und Art (gTLD oder ccTLD) kommen.

closed generic TLDs – Bezeichnet Top-Level-Domains, bei denen ein allgemeiner Begriff wie bspw. „beauty“ alleine einem Unternehmen als Top-Level-Domain gehört (in diesem Fall: L’Oreal). Diese Nutzungsart ist ziemlich umstritten.

Weitere Information

Unter https://gtldresult.icann.org/application-result/applicationstatus findet sich zusätzlich eine Übersicht, um welche Art neuer Top-Level-Domain es sich handelt. Eine Liste aller zugelassenen Top-Level-Domains gibt es auf https://www.iana.org/domains/root/db.

dotstadt, punktstadt, stadtdomain – wie heißt es denn nun richtig?

Fachsprachlich bezeichnet .stadt eine Top-Level-Domain, bei der sich der Name der Stadt auf der obersten Hierarchiestufe der Internet-Adresse befindet.

Bei einer Top-Level-Domain wird im deutschsprachigen Raum synonym auch von einer Domain-Endung oder Internet-Endung gesprochen, wobei diese den ganz rechts stehenden Teil der Internet-Adresse beschreibt. Alle Teile einer Internet-Adresse (auch Levels genannt) sind durch Punkte geteilt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die entsprechenden Länderendungen .de, .at und .ch besonders beliebt, aber auch die allgemeine Endung .com. Eine Stadt-Endung wie .münchen würde auf der gleichen Ebene stehen.

Das „dot“ als Vorsilbe einer Internet-Endung wurde durch die sogenannte „dotcom-Blase“ bekannt, weil die meisten Unternehmen seinerzeit eine .com-Adresse – also dotcom-Adresse –hatten. In Deutschland ist hingegen „punktde“ als Bezeichnung der Länderendung .de geläufig

Ob man nun von punkt oder dot spricht, von einer Domain, Domäne, URL, Internetadresse, Webseite oder Top-Level-Domain – letztendlich kommt es immer auch auf den Kontext an, in dem der Begriff verwendet wird.