Die .dresden Top-Level-Domain als regionale Internet-Endung für Dresden ist eine Idee, mit der die sächsische Landeshauptstadt seit vielen Jahren liebäugelt, besonders als im Jahr 2012 ein Bewerbungsfenster bei der Internet-Behörde ICANN öffnete. Geplant war, der Stadt Dresden, ihren Bürgern und Unternehmen unter der prägnanten Adressendung .dresden im Internet eine Heimat zu geben. Zur einer Bewerbung bei ICANN kam es nicht und obwohl sich die Stadt interessiert zeigte, mangelte es letztlich an Akteuren, die das aufwendige Unterfangen auf den Web brachten. So betrugen allein die Bewerbungskosten bei ICANN US$ 185.000.

Mittlerweile haben sich in Berlin, Hamburg und zahlreichen anderen Städten weltweit die eigenen Endungen etabliert, denn .berlin und .hamburg bieten große Chancen, Nutzen und Vorteile für die regionale Wirtschaft: Eine Analyse von der Suchmaschinenexperten von Searchmetrics zeigt: Webseiten mit entsprechender Domain (z.B. sbahn.berlin) platzieren sich bei regionalen Suchanfragen deutlich besser und häufiger in der Internetsuchmaschine Google als unspezifische Webseiten mit .de- oder .com-Endung. Für regional, aus und in Dresen agierende Dienstleister bedeutet dies, dass sie mit einer passenden Top-Level-Domain signifikant besser von ihren lokal suchenden Kunden gefunden werden.

Die regionalen Domains spielen aber auch eine signifikante Rolle im Stadtmarketing einer Stadt, die .berlin Domain wird hier als Vorzeigeprojekt betrachtet. Eine .dresden Endung ermöglicht es regional agierenden Unternehmen, das Image der Stadt zu nutzen und aktiv mitzugestalten. Dies verhilft nicht nur der Stadt Dresden zu einer starken Präsenz im Internet. Auch Unternehmen können lokale Zielgruppen so direkt ansprechen.

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